
1970 war die gemeinsame Warenbeschaffung für die zehn bestehenden Reifendienste-Filialen ein großer Wettbewerbsvorteil. Durch Kontakte ins Ausland konnten günstig Reifen importiert werden. Also bestellte man gleich ganze Waggonladungen für alle Filialen. Zur Abwicklung dieser Geschäfte gründete Pneuhage-Inhaber Karl-Heinz Schütterle schließlich die Firma Interpneu.
Das Hauptaugenmerk galt anfangs neben dem Import von Reifen auch der Einführung verschiedener exklusiver Zweitmarken von Reifenherstellern auf dem deutschen Markt. Zu Beginn wickelte Interpneu als Großhandel vor allem Geschäfte mit großen Supermarktketten ab. Mit einem Außendienst wurde der Vertrieb der Exklusivmarken und Großeinkäufe auch auf andere Reifenhändler ausgedehnt. Früher reichten für die wöchentliche Kundenbelieferung noch ein paar wenige Lastwagen. Heute kaufen über 15.000 Kunden bei Interpneu und werden täglich vom Reifen-Zentrallager Speyer, dem Alufelgenlager in Karlsuhe und dem LKW-Reifenlager in Nossen beliefert.
1971 rollte der damalige Verkaufsleiter Herbert Stier als einer der Ersten mit Alufelgen über deutsche Straßen. Bereits 1975 nahm die Interpneu Alufelgen ins feste Lieferprogramm auf.
Später als Geschäftsführer baute Herbert Stier das Felgensortiment und die Eigenmarke PLATIN kontinuierlich aus. Interpneu wurde zum Vollsortimenter. Auch Spoiler, Sitze, Lenkräder und Motorenöle fanden zwischenzeitlich den Weg in das Sortiment, man konzentrierte sich aber auf die Kernkompetenzen Reifen, Felgen und Kompletträder - mit Erfolg!
Für Interpneu war es jedes Mal viel Arbeit, eine neue Reifenmarke zu etablieren. Lief das Geschäft dann gut, war es meist schnell aus mit der zugesicherten Exklusivität. Die einzige Lösung war, sich eine eigene Marke zu schaffen. 1987 kamen die ersten PLATIN-Reifen, 1991 folgten die ersten Alufelgen in schicken schwarzen Kartons. Heute ist PLATIN die erfolgreichste Felgen- und Reifenmarke am Markt. Das PLATIN-Komplettradprogramm überzeugt die Kunden.
2010